Eine PV-Steuerung, die nur mit Internetverbindung funktioniert, ist eine Steuerung mit eingebautem Ausfallrisiko. Der Solarmanager läuft deshalb vollständig im eigenen Netzwerk – auf einem Raspberry Pi, einem Linux-Server oder in einem Docker-Container.
Überschussregelung ist ein Regelkreis. Schaltet im Haus ein großer Verbraucher zu, muss die Ladeleistung binnen Sekunden folgen, sonst wird Netzstrom bezogen. Messwerte, die erst über einen Server in einem anderen Rechenzentrum laufen, sind dafür zu träge. Über Modbus TCP im lokalen Netz kommen sie sekündlich.
Router-Neustart, Störung beim Provider, abgeschalteter Hersteller-Dienst: Bei cloudbasierten Lösungen steht in all diesen Fällen die Regelung. Eine lokale Installation regelt weiter, weil sie niemanden außerhalb des Hauses braucht.
Ein Lastgang im Minutentakt verrät, wann jemand zu Hause ist, wann geschlafen wird und wann Urlaub war. Das sind sehr aussagekräftige Daten. Was das Haus nicht verlässt, muss auch niemandem anvertraut werden.
Die Anforderungen sind bescheiden. Entscheidend ist weniger die Rechenleistung als die Betriebssicherheit: Das Gerät soll dauerhaft laufen und im selben Netz erreichbar sein wie Wechselrichter und Wallbox.
Ein Raspberry Pi 4 oder neuer mit Raspberry Pi OS. Der Klassiker: lautlos, wenige Watt Verbrauch, günstig. Für die Datenbank empfiehlt sich eine SSD statt SD-Karte.
Jede gängige Distribution, etwa Debian oder Ubuntu. Wer schon einen Heimserver betreibt, installiert den Solarmanager einfach mit.
Der empfohlene Weg. Ein Setup-Skript erledigt Installation und Updates – auf dem Pi, auf einem Mini-PC oder auf einem NAS mit Docker-Unterstützung.
wget https://raw.githubusercontent.com/BBessler/Solarmanager/main/install/setup_docker.sh
chmod +x setup_docker.sh
./setup_docker.sh
Die ausführliche Anleitung für beide Wege – Docker und native Installation – steht unter Installation.
„Ohne Cloud" heißt nicht, dass es keine Online-Funktionen gäbe – sondern dass keine davon Voraussetzung ist. Die Aufteilung im Überblick:
Fällt die Internetverbindung aus, entfallen also nur die Extras: Der Solarmanager rechnet dann mit der internen Prognose weiter, nutzt geschätzte statt exakte Fahrzeug-Ladestände und regelt den PV-Überschuss unverändert weiter.
Ein Raspberry Pi 4 oder neuer mit Raspberry Pi OS genügt. Alternativ läuft der Solarmanager auf jedem Linux-Server, etwa Debian oder Ubuntu – nativ oder als Docker-Container. Auch ein NAS oder ein kleiner Mini-PC mit Docker ist geeignet. Wichtig ist vor allem, dass das Gerät dauerhaft läuft und im selben Netzwerk wie Wechselrichter und Wallbox erreichbar ist.
Die komplette Regelung: Messwerte vom Wechselrichter per Modbus TCP, Steuerung der Wallbox über lokale HTTP-API, OCPP oder Modbus, Batteriespeicher, Shelly-Geräte, Heizstab, das Dashboard sowie die interne PV-Prognose. Internet brauchst du nur für optionale Zusatzdienste – Fahrzeug-APIs wie Tesla oder BMW, Solcast-Prognosen und dynamische Tarife wie Tibber.
Drei Gründe. Erstens Reaktionszeit: Überschussregelung braucht Messwerte im Sekundenbereich, ein Cloud-Roundtrip ist dafür zu träge. Zweitens Verfügbarkeit – fällt Internet oder Anbieter-Server aus, regelt eine lokale Installation weiter. Drittens Datenschutz: Verbrauchsprofile eines Haushalts sind sehr aussagekräftige Daten, und was das Haus nicht verlässt, muss auch niemandem anvertraut werden.
Nein. Die Software ist frei auf GitHub verfügbar, es gibt keine Lizenz- oder Abogebühren und keine Funktionen, die hinter einem Konto liegen. Es fallen nur die Kosten für die Hardware an, also zum Beispiel einen Raspberry Pi, sowie dessen Stromverbrauch von wenigen Watt.
Kostenlos, ohne Abo, ohne Konto – auf dem Raspberry Pi in wenigen Minuten eingerichtet.