Der go-e Charger ist eine der dankbarsten Wallboxen für Überschussladen: Er bringt eine dokumentierte lokale HTTP-API mit und lässt sich stufenlos regeln. Der Solarmanager nutzt genau diesen Weg – im eigenen Netzwerk, ohne Umweg über die Hersteller-Cloud.
Steuerung direkt über die IP-Adresse der Wallbox. Kein Cloud-Konto, keine Zwischenschicht, kurze Reaktionszeiten.
Der Ladestrom folgt dem Überschuss fein aufgelöst statt in großen Sprüngen – weniger Netzbezug, weniger Einspeisung.
go-e veröffentlicht die API. Das macht die Anbindung robust gegen Änderungen und unabhängig von Reverse Engineering.
Zur Namensschreibweise, weil sie in Suchergebnissen ständig durcheinandergeht: Der Hersteller heißt go-e, das Gerät erscheint je nach Quelle als go-eCharger, go-e Charger, Go-e Charger oder kurz goE. Gemeint ist immer dieselbe Wallbox-Familie – HOME, HOMEfix und Gemini.
In der go-e App unter Einstellungen → API die HTTP API v2 einschalten. Ohne diesen Schalter nimmt die Wallbox keine Steuerbefehle aus dem lokalen Netz an.
Der go-e Charger muss im selben Netz wie der Solarmanager erreichbar sein. Praxistipp: Im Router eine feste IP-Adresse oder eine DHCP-Reservierung vergeben. Andernfalls wechselt die Adresse irgendwann und die Regelung greift ins Leere.
Die IP-Adresse der Wallbox in den Solarmanager-Einstellungen hinterlegen. Danach erscheint der go-e Charger als regelbarer Verbraucher und lässt sich in die Prioritätenliste einordnen – etwa hinter dem Batteriespeicher oder vor dem Heizstab.
Die vollständigen Einrichtungshinweise samt aller anderen Wallboxen stehen unter unterstützte Geräte.
Der Solarmanager misst laufend die PV-Erzeugung am Wechselrichter – etwa Huawei per Modbus TCP, SMA oder ein SunSpec-Gerät – und zieht den Hausverbrauch ab. Aus dem verbleibenden Überschuss errechnet er den zulässigen Ladestrom und schickt ihn an den go-e Charger.
Bei reinem Überschussladen bleibt das Auto an bewölkten Tagen unter Umständen leer. Deshalb gibt es zusätzlich das optimierte Laden: Der Solarmanager plant anhand der PV-Prognose und der gewünschten Abfahrtszeit vorab, wann geladen wird – und lädt notfalls rechtzeitig aus dem Netz nach, damit das Ziel gehalten wird.
Alle Modelle, welche die lokale HTTP API v2 anbieten – dazu gehören die aktuellen Generationen von go-e Charger HOME, HOMEfix und Gemini. Entscheidend ist nicht die Modellbezeichnung, sondern dass sich die HTTP API v2 in der go-e App aktivieren lässt. Bei sehr alten Geräten mit ausschließlich API v1 fehlt diese Option.
Nein. Der Solarmanager spricht die Wallbox ausschließlich über ihre lokale IP-Adresse im eigenen Netzwerk an. Für die Steuerung ist kein go-e Account, kein Cloud-Zugang und keine Internetverbindung erforderlich. Die go-e App brauchst du nur einmalig, um die HTTP API v2 einzuschalten.
Der go-e Charger erlaubt eine stufenlose Ladestromregelung im normkonformen Bereich ab 6 Ampere. Der Solarmanager passt den Strom laufend dem verfügbaren PV-Überschuss an. Unter 6 Ampere ist Laden technisch nicht möglich – das entspricht rund 1,4 kW einphasig beziehungsweise 4,1 kW dreiphasig.
Alle Varianten meinen dasselbe Gerät. Der Hersteller schreibt sich go-e, das Produkt erscheint je nach Quelle als go-eCharger, go-e Charger, Go-e Charger oder abgekürzt goE. Für die Einrichtung im Solarmanager macht das keinen Unterschied.
Der Solarmanager läuft auf einem Raspberry Pi oder in Docker – kostenlos und ohne Abo.