go-e Charger mit PV-Überschuss laden

Der go-e Charger ist eine der dankbarsten Wallboxen für Überschussladen: Er bringt eine dokumentierte lokale HTTP-API mit und lässt sich stufenlos regeln. Der Solarmanager nutzt genau diesen Weg – im eigenen Netzwerk, ohne Umweg über die Hersteller-Cloud.

Warum der go-e Charger gut passt

Lokale HTTP API v2

Steuerung direkt über die IP-Adresse der Wallbox. Kein Cloud-Konto, keine Zwischenschicht, kurze Reaktionszeiten.

Stufenlose Regelung

Der Ladestrom folgt dem Überschuss fein aufgelöst statt in großen Sprüngen – weniger Netzbezug, weniger Einspeisung.

Offen dokumentiert

go-e veröffentlicht die API. Das macht die Anbindung robust gegen Änderungen und unabhängig von Reverse Engineering.

Zur Namensschreibweise, weil sie in Suchergebnissen ständig durcheinandergeht: Der Hersteller heißt go-e, das Gerät erscheint je nach Quelle als go-eCharger, go-e Charger, Go-e Charger oder kurz goE. Gemeint ist immer dieselbe Wallbox-Familie – HOME, HOMEfix und Gemini.

Einrichtung in drei Schritten

1

HTTP API v2 aktivieren

In der go-e App unter Einstellungen → API die HTTP API v2 einschalten. Ohne diesen Schalter nimmt die Wallbox keine Steuerbefehle aus dem lokalen Netz an.

2

Wallbox ins gleiche Netzwerk

Der go-e Charger muss im selben Netz wie der Solarmanager erreichbar sein. Praxistipp: Im Router eine feste IP-Adresse oder eine DHCP-Reservierung vergeben. Andernfalls wechselt die Adresse irgendwann und die Regelung greift ins Leere.

3

IP im Solarmanager eintragen

Die IP-Adresse der Wallbox in den Solarmanager-Einstellungen hinterlegen. Danach erscheint der go-e Charger als regelbarer Verbraucher und lässt sich in die Prioritätenliste einordnen – etwa hinter dem Batteriespeicher oder vor dem Heizstab.

Die vollständigen Einrichtungshinweise samt aller anderen Wallboxen stehen unter unterstützte Geräte.

Wie die Überschussregelung arbeitet

Der Solarmanager misst laufend die PV-Erzeugung am Wechselrichter – etwa Huawei per Modbus TCP, SMA oder ein SunSpec-Gerät – und zieht den Hausverbrauch ab. Aus dem verbleibenden Überschuss errechnet er den zulässigen Ladestrom und schickt ihn an den go-e Charger.

Was dabei beachtet wird

  • Untergrenze von 6 A – darunter wird nicht geladen, sondern gewartet
  • Start- und Stoppschwellen mit Mindestlaufzeit, damit Wolken keinen Ladeabbruch auslösen
  • Priorität gegenüber Batteriespeicher und Heizstab, frei konfigurierbar
  • Optional der Ladestand des Fahrzeugs, wenn eine Fahrzeug-API angebunden ist
  • Optional die Preise eines dynamischen Tarifs für Netzstrom in günstigen Stunden

Bei reinem Überschussladen bleibt das Auto an bewölkten Tagen unter Umständen leer. Deshalb gibt es zusätzlich das optimierte Laden: Der Solarmanager plant anhand der PV-Prognose und der gewünschten Abfahrtszeit vorab, wann geladen wird – und lädt notfalls rechtzeitig aus dem Netz nach, damit das Ziel gehalten wird.

Häufige Fragen zum go-e Charger

Welche go-e-Charger-Modelle werden unterstützt?

Alle Modelle, welche die lokale HTTP API v2 anbieten – dazu gehören die aktuellen Generationen von go-e Charger HOME, HOMEfix und Gemini. Entscheidend ist nicht die Modellbezeichnung, sondern dass sich die HTTP API v2 in der go-e App aktivieren lässt. Bei sehr alten Geräten mit ausschließlich API v1 fehlt diese Option.

Brauche ich einen go-e Account oder die go-e Cloud?

Nein. Der Solarmanager spricht die Wallbox ausschließlich über ihre lokale IP-Adresse im eigenen Netzwerk an. Für die Steuerung ist kein go-e Account, kein Cloud-Zugang und keine Internetverbindung erforderlich. Die go-e App brauchst du nur einmalig, um die HTTP API v2 einzuschalten.

Wie fein kann der Ladestrom geregelt werden?

Der go-e Charger erlaubt eine stufenlose Ladestromregelung im normkonformen Bereich ab 6 Ampere. Der Solarmanager passt den Strom laufend dem verfügbaren PV-Überschuss an. Unter 6 Ampere ist Laden technisch nicht möglich – das entspricht rund 1,4 kW einphasig beziehungsweise 4,1 kW dreiphasig.

Schreibt man go-eCharger, go-e Charger oder goE?

Alle Varianten meinen dasselbe Gerät. Der Hersteller schreibt sich go-e, das Produkt erscheint je nach Quelle als go-eCharger, go-e Charger, Go-e Charger oder abgekürzt goE. Für die Einrichtung im Solarmanager macht das keinen Unterschied.

go-e Charger anbinden

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