Kurze Antwort: die Software nichts. Weil das erfahrungsgemäß Misstrauen weckt, steht auf dieser Seite die vollständige Aufstellung – inklusive der Posten, die trotzdem anfallen, und der Erklärung, warum es kein Abo gibt.
0 €
Kein Kaufpreis, keine Lizenz, kein Abo. Alle Funktionen sind enthalten.
0 €
Keine Cloud-Gebühr, keine Wartungspauschale, keine Freischaltung nach Testphase.
Hardware
Ein Gerät, das dauerhaft läuft – oder eines, das ohnehin schon läuft.
Wichtig zur Einordnung: Der Begriff „Solar Manager“ wird auch von anderen Anbietern verwendet, unter anderem von der Solar Manager AG aus der Schweiz mit einem kostenpflichtigen Gateway samt App und Cloud-Portal. Das ist ein anderes Produkt eines anderen Unternehmens. Alle Angaben auf dieser Seite beziehen sich auf die hier beschriebene, frei verfügbare Software. Mehr dazu unter Login & Oberfläche.
Was tatsächlich Geld kostet, hängt davon ab, was schon vorhanden ist. Die folgende Übersicht trennt deshalb nach „muss sein“, „hast du vielleicht schon“ und „rein optional“. Preisangaben sind Größenordnungen und schwanken mit dem Markt.
| Posten | Nötig? | Größenordnung |
|---|---|---|
| Solarmanager-Software | ja | kostenlos, frei verfügbar auf GitHub |
| Lizenz, Abo, Cloud-Konto | nein | entfällt vollständig |
| Steuergerät des Herstellers | nein | entfällt – es wird direkt mit den Geräten gesprochen |
| Rechner für den Dauerbetrieb | ja | Raspberry Pi 4/5 mit Netzteil und Speicher – oder ein bereits vorhandenes NAS, Mini-PC oder Heimserver mit Docker |
| Strom für dieses Gerät | ja | wenige Watt dauerhaft, siehe unten |
| Messung am Netzanschlusspunkt | meist vorhanden | wird oft schon vom Wechselrichter geliefert; sonst ein separater Zähler |
| Wallbox, Speicher, Heizstab | je nach Vorhaben | unabhängig von der Software – diese Geräte kosten mit jedem Energiemanagement dasselbe |
| Solcast-Prognose | optional | verbessert die Vorhersage; die interne Prognose läuft auch ohne |
| Dynamischer Stromtarif | optional | Vertragssache mit dem Versorger, keine Gebühr an die Software |
Ob dein Wechselrichter die Netzmessung schon mitliefert und welche Geräte direkt angesprochen werden können, lässt sich vorab prüfen: Passt der Solarmanager zu mir?
Der einzige Posten, der Monat für Monat wiederkehrt, ist der Strom für das Gerät. Ein Raspberry Pi im Dauerbetrieb liegt je nach Modell und Last bei etwa drei bis sechs Watt. Zur Einordnung eine Beispielrechnung mit 5 Watt:
| Rechenschritt | Wert |
|---|---|
| Dauerleistung | 5 W |
| Betriebsstunden im Jahr | 8.760 h |
| Jahresverbrauch | rund 44 kWh |
| bei 0,30 €/kWh Netzbezug | rund 13 € im Jahr |
| tagsüber überwiegend aus eigener PV | deutlich weniger |
Das ist der vollständige laufende Aufwand in Euro. Was zusätzlich anfällt, ist Zeit: gelegentliche Updates, hin und wieder ein Blick ins Log, bei einem Gerätewechsel einmal nachkonfigurieren. Das gehört zur ehrlichen Rechnung dazu – siehe Erfahrungen aus dem Betrieb.
Kommerzielle Energiemanager verlangen typischerweise eine einmalige Gerätegebühr und häufig zusätzlich ein Abonnement für die volle Funktion. Einzeln betrachtet wirken solche Beträge klein. Über die Lebensdauer einer PV-Anlage – rund zwanzig Jahre – sieht die Rechnung anders aus:
| Monatliches Abo | Pro Jahr | Über 20 Jahre |
|---|---|---|
| 3 € | 36 € | 720 € |
| 6 € | 72 € | 1.440 € |
| 10 € | 120 € | 2.400 € |
Dazu kommt ein Punkt, der sich schlecht beziffern lässt: Bei einem cloudgebundenen Produkt hängt die Funktion am Weiterbetrieb des Dienstes. Stellt der Anbieter ihn ein oder ändert die Preise, ist auch die Hardware im Keller betroffen. Eine Installation, die ohne fremden Server auskommt, regelt weiter – unabhängig davon, was mit dem Projekt passiert.
Fairerweise: Für das Abo bekommt man auch etwas – Support, Gewährleistung, eine gepflegte App und jemanden, der zuständig ist. Wann das die bessere Wahl ist, steht auf der Seite HEMS ohne Abo, Abschnitt „Wann ein kommerzielles System besser passt“.
Weil kein Geschäftsmodell dahintersteht. Der Solarmanager ist aus dem Bedarf an der eigenen Anlage entstanden und wird weiterentwickelt, weil er dort täglich läuft. Es gibt keine Server, die finanziert werden müssten – die Software läuft auf deiner Hardware, in deinem Netz. Damit fällt der übliche Grund für ein Abo weg.
Daraus folgt aber auch, was du nicht bekommst: keinen Support-Anspruch, keine Gewährleistung, keine Zusage, dass eine bestimmte Funktion zu einem bestimmten Termin kommt. Wer das braucht, ist mit einem gekauften Produkt besser bedient – und das ist keine Schwäche des einen oder anderen Modells, sondern schlicht der Unterschied.
Die Software kostet nichts. Es gibt keinen Kaufpreis, keine Lizenzgebühr, kein Abonnement und keine Funktionen, die hinter einer Bezahlschranke liegen. Anfallende Kosten entstehen nur außerhalb der Software: für das Gerät, auf dem sie läuft, für dessen Stromverbrauch und – je nach Anlage – für Messtechnik, die ohnehin gebraucht wird.
Nein. Es gibt keine zweite, kostenpflichtige Ausbaustufe und keine Funktion, die nach einer Testphase abgeschaltet wird. Auch die Bereiche, die bei kommerziellen Systemen häufig extra kosten – dynamische Strompreise, Ladepläne, erweiterte Auswertungen, mehrere Fahrzeuge – sind enthalten.
Ein Raspberry Pi 4 oder 5 genügt, dazu Netzteil und Speicherkarte oder SSD. Wer bereits ein NAS, einen Mini-PC oder einen Heimserver mit Docker betreibt, installiert den Solarmanager dort mit und hat gar keine zusätzlichen Anschaffungskosten. Ein Steuergerät des Herstellers ist nicht nötig. Details in der Installationsanleitung.
Praktisch nur der Strom für das Gerät. Ein Raspberry Pi zieht im Dauerbetrieb wenige Watt; bei 5 Watt sind das rund 44 Kilowattstunden im Jahr, also je nach Strompreis ein niedriger zweistelliger Eurobetrag. Wird das Gerät überwiegend mit eigenem Solarstrom versorgt, fällt der Posten noch kleiner aus. Abo-, Cloud- oder Wartungsgebühren gibt es nicht.
Kommerzielle Systeme verlangen je nach Anbieter eine einmalige Gerätegebühr und häufig zusätzlich ein laufendes Abonnement, das oft im Bereich weniger Euro pro Monat liegt. Über die zwanzigjährige Lebensdauer einer PV-Anlage summiert sich schon ein kleines Abo auf einen deutlich vierstelligen Betrag. Prüfe deshalb immer, welche Funktionen im Grundpreis enthalten sind und welche erst im kostenpflichtigen Tarif freigeschaltet werden.
Nein. Die Solar Manager AG aus Aarau in der Schweiz vertreibt ein eigenes, kostenpflichtiges Gateway mit App und Cloud-Portal. Das ist ein anderes Unternehmen und ein anderes Produkt. Der hier beschriebene Solarmanager ist eine frei verfügbare Software, die auf eigener Hardware im eigenen Netz läuft. Wer nach Preis oder Login des Schweizer Produkts sucht, findet die Angaben beim dortigen Anbieter.
Es gibt nichts zu bestellen und nichts zu kündigen – installieren, testen, im Zweifel wieder löschen.