Ein PV-Dashboard ist mehr als eine hübsche Kurve. Es muss in einer Sekunde beantworten, ob gerade Strom übrig ist, wo er hinfließt und ob der Tag so läuft wie erwartet. Diese Seite zeigt, welche Werte dafür nötig sind – und wie sie der Solarmanager darstellt.
Photovoltaik-Dashboards zeigen oft ein Dutzend Zahlen. Tragend sind vier davon – der Rest lässt sich daraus berechnen. Wer ein System vergleicht, sollte prüfen, ob diese vier sauber und getrennt gemessen werden, statt aus anderen Werten geschätzt zu sein.
Was die Module gerade liefern, in kW. Bei mehreren Ausrichtungen getrennt je String – Süd-Ost und Nord-West verhalten sich über den Tag völlig unterschiedlich.
Was das Haus zieht – idealerweise ohne die gesteuerten Verbraucher, damit sichtbar bleibt, wie viel Grundlast tatsächlich anliegt.
Bezug und Einspeisung am Netzanschlusspunkt. Diese Größe entscheidet über die Überschussregelung: Solange eingespeist wird, ist Strom übrig.
Ladestand in Prozent plus Lade- und Entladeleistung. Ohne das Vorzeichen der Leistung ist nicht erkennbar, ob der Akku gerade Quelle oder Senke ist.
Aus diesen vier Größen ergeben sich die Kennzahlen, die im Alltag zählen: Autarkiegrad – welcher Anteil des Verbrauchs aus eigener Erzeugung stammt – und Eigenverbrauchsquote – welcher Anteil der Erzeugung im Haus bleibt. Beide Werte zeigt der Solarmanager direkt am Energiefluss, für den laufenden Tag und im längeren Vergleich.
Die Erzeugungskurve allein sagt wenig. Interessant wird es dort, wo sich der Strom aufteilt: ein Teil deckt die Grundlast, ein Teil lädt den Speicher, ein Teil geht in die Wallbox, der Rest ins Netz. Genau diese Aufteilung ist die eigentliche Arbeit eines Energiemanagements – und sie sollte im Dashboard nachvollziehbar sein.
Ergänzend zeigt die Detailansicht den Energiefluss als Diagramm: von der PV-Anlage über Speicher und Netzanschluss bis zu jedem einzelnen Verbraucher, mit Leistungswerten in kW an jeder Kante. Das macht auch Fälle sichtbar, die man sonst leicht übersieht – etwa wenn der Speicher aus dem Netz nachlädt, während gleichzeitig eingespeist wird.
Ein Dashboard beantwortet die Frage „was ist jetzt?“. Für „war das ein guter Tag?“ und „lohnt sich die Anlage?“ braucht es andere Ansichten. Der Solarmanager bringt beides mit – hier die wichtigsten.
Produktion, Verbrauch, Wallbox und Akku als Kurven über den Tag. Hier wird sichtbar, ob die Regelung sauber nachgeführt hat oder ob Überschuss ungenutzt ins Netz gegangen ist.
Verbrauch in kWh pro Gerät, aufgeteilt in Solaranteil und Netzbezug, dazu die Kosten. So lässt sich beziffern, was die Wärmepumpe oder das Auto wirklich an Netzstrom kostet.
Produktion, Eigenverbrauch, Kosten, Einspeisevergütung und vermiedenes CO₂ auf einer Seite – die Grundlage für die Frage, ob sich die Anlage rechnet.
Das laufende Jahr wird aus den bisherigen Daten fortgeschrieben. Einspeisung, Direktverbrauch, Netzbezug und Akku-Umsatz bleiben getrennt, und der geschätzte Anteil ist eigens ausgewiesen.
Die vollständige Sammlung mit allen 23 Ansichten – Preisplanung, PV-Strings, Verbraucher-Prognose, Einstellungen – steht auf der Startseite. Wie Prognose und Simulation im Tagesverlauf funktionieren, steht auf der Seite zur PV-Prognose.
Was auf das Board gehört, ist Geschmackssache – und ändert sich mit der Jahreszeit. Im Sommer interessiert der Überschuss, im Winter der Netzbezug. Statt einer festen Ansicht gibt es deshalb einen Widget-Katalog: Kacheln auswählen, frei anordnen, Größe und Stil festlegen. Mehrere Boards lassen sich parallel pflegen, etwa eines fürs Handy an der Wohnungstür und ein ausführliches am Rechner.
Das Dashboard läuft auf dem Gerät, auf dem auch die Regelung läuft – typischerweise ein Raspberry Pi im Hausnetz. Aufgerufen wird es im Browser über die lokale Adresse dieses Geräts. Es gibt keine App im Store, kein Herstellerkonto und keinen Cloud-Dienst dazwischen. Auf dem Handy lässt sich die Seite zum Startbildschirm hinzufügen; dann verhält sie sich wie eine App, bleibt aber eine lokale Seite.
Keine Registrierung, keine E-Mail-Adresse, kein Portal-Login bei einem Anbieter. Details dazu auf der Seite Login & Oberfläche.
Die Messwerte gehen vom Wechselrichter direkt in die Anzeige. Kein Upload zu einem Server, keine Wartezeit auf dessen Antwort.
Der Lastgang bleibt im Haus. Wer wann zu Hause ist, steht in keiner fremden Datenbank. Mehr dazu.
Von unterwegs? Das Dashboard ist bewusst nicht aus dem Internet erreichbar. Wer von außen zugreifen will, richtet dafür ein VPN ins eigene Netz ein – etwa WireGuard auf dem Router. Das ist einmalig etwas Aufwand, hält aber die Angriffsfläche klein und braucht keinen fremden Server.
Vier Werte bilden den Kern: aktuelle PV-Erzeugung, Hausverbrauch, Netzbezug beziehungsweise Einspeisung und der Ladestand des Batteriespeichers. Aus diesen vier Größen ergibt sich alles Weitere – Autarkiegrad, Eigenverbrauchsquote und der verfügbare Überschuss. Ergänzend sinnvoll sind der Tagesverlauf als Kurve, die Leistung je Verbraucher wie Wallbox oder Wärmepumpe und die Ertragsprognose für den Rest des Tages.
Nein. Das Dashboard des Solarmanagers läuft im Browser und ist für Handy, Tablet und Rechner ausgelegt. Es gibt keine App im Store, kein Herstellerkonto und keine Anmeldung bei einem Cloud-Dienst. Wer die Seite auf dem Handy zum Startbildschirm hinzufügt, bekommt trotzdem ein Icon wie bei einer App.
Die Messwerte werden sekündlich direkt am Wechselrichter oder Smart Meter abgefragt, über Modbus TCP, SunSpec oder die lokale Geräte-API. Weil die Abfrage im eigenen Netz stattfindet und nicht über einen Server im Internet läuft, entsteht kein zusätzlicher Verzug – die Anzeige folgt der Anlage praktisch unmittelbar.
Die Energieverteilung zeigt, wohin der erzeugte Strom tatsächlich fließt: in den Hausverbrauch, in den Batteriespeicher, in die Wallbox, in den Heizstab oder ins Netz. Der Solarmanager stellt dabei nicht nur den Ist-Zustand dar, sondern auch die Aufteilung des Überschusses nach den eingestellten Prioritäten – und gibt das Budget eines Verbrauchers frei, sobald dieser sein Ziel erreicht hat.
Ja. Aus einem Widget-Katalog lassen sich eigene Ansichten bauen – Energiefluss, Bilanz-Balken, Netzwerte, Batterie oder einzelne Auswertungen. Größe, Anordnung und Stil sind frei wählbar, mehrere Boards lassen sich parallel pflegen, und die Anordnung wird gespeichert und über alle Geräte synchronisiert.
Ja. Dashboard und Regelung laufen auf einem Gerät im eigenen Netz, etwa einem Raspberry Pi. Fällt die Internetverbindung aus, bleiben Anzeige und Steuerung erreichbar. Nur optionale Zusatzdaten wie Wetterdienste, dynamische Strompreise oder Fahrzeug-APIs brauchen eine Verbindung nach außen.
Kostenlos und ohne Konto – auf einem Raspberry Pi oder in Docker in wenigen Minuten eingerichtet.