Huawei Wechselrichter per Modbus TCP auslesen

Wer seine Huawei-Anlage für PV-Überschussladen nutzen will, braucht Messwerte in Echtzeit. Modbus TCP liefert genau das – direkt im eigenen Netzwerk, ohne Umweg über das FusionSolar-Portal und ohne Zusatzhardware.

Warum lokal statt über die Cloud?

Eine Überschussregelung für die Wallbox braucht Werte im Sekundenbereich, ein Cloud-Portal liefert sie nicht.

Modbus TCP (lokal) FusionSolar (Cloud)
Aktualität sekündlich deutlich träger
Internet nötig nein ja
Für Überschussregelung geeignet nur eingeschränkt
Voraussetzung Dongle, Gerät im LAN FusionSolar-Zugang

Der Solarmanager unterstützt beide Wege; die Cloud-Anbindung bleibt Rückfalloption für Anlagen ohne lokalen Zugriff.

Modbus TCP aktivieren und anbinden

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Schnittstelle in der FusionSolar-App einschalten

In der FusionSolar-App zum Wechselrichter navigieren und unter Gerät → Kommunikation → Modbus TCP die Schnittstelle aktivieren. Im Auslieferungszustand ist sie abgeschaltet.

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Wechselrichter ins gleiche Netzwerk

Der Wechselrichter muss per LAN-Kabel oder WLAN-Dongle im selben Netzwerk wie der Solarmanager hängen. Eine feste IP-Adresse oder eine DHCP-Reservierung im Router erspart späteres Nachjustieren.

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IP-Adresse und Port 502 eintragen

Im Solarmanager die IP-Adresse des Wechselrichters hinterlegen, Standard-Port ist 502. Anschließend liest der Solarmanager Erzeugung, Hausverbrauch und Speicherstand laufend aus.

Häufige Stolperstelle

Manche Huawei-Installationen erlauben nur eine begrenzte Zahl gleichzeitiger Modbus-Verbindungen. Läuft parallel ein weiteres System auf dem Wechselrichter, kann die Verbindung sporadisch abreißen. In diesem Fall die zweite Anwendung deaktivieren und prüfen, ob die Verbindung dann stabil bleibt.

LUNA-Speicher und Überschussverteilung

Der LUNA-Speicher wird über dieselbe Modbus-Verbindung automatisch mitgelesen; wer den Überschuss zuerst bekommt, legst du in der Prioritätenliste fest, zum Beispiel:

  1. Speicher bis 60 % Ladestand
  2. Wallbox
  3. Heizstab

Häufige Fragen zu Huawei und Modbus

Welche Huawei-Wechselrichter lassen sich per Modbus TCP auslesen?

Die Modbus-TCP-Schnittstelle ist bei der Huawei-SUN2000-Serie für Eigenheime vorhanden, sofern ein Smart Dongle für LAN oder WLAN verbaut ist. Häufig wird der Hersteller in Suchanfragen „Huawai“ geschrieben – gemeint ist dieselbe Gerätereihe. Wichtig ist, dass der Wechselrichter im lokalen Netz erreichbar ist; ohne Dongle beziehungsweise Netzwerkanbindung ist nur der Weg über das FusionSolar-Portal möglich.

Welchen Port nutzt Modbus TCP bei Huawei?

Standardmäßig Port 502. Diesen Wert trägst du gemeinsam mit der IP-Adresse des Wechselrichters im Solarmanager ein. Empfehlenswert ist eine feste IP oder eine DHCP-Reservierung im Router, damit die Adresse nach einem Neustart gleich bleibt.

Wird der LUNA2000-Speicher mit ausgelesen?

Ja. Der Huawei-LUNA-Speicher hängt direkt am Wechselrichter und wird über dieselbe Modbus-Verbindung mitgelesen – eine separate Anbindung ist nicht nötig. Der Solarmanager erkennt den Speicher automatisch über den Wechselrichter und berücksichtigt seinen Ladestand bei der Überschussberechnung.

Modbus TCP oder FusionSolar-Portal – was ist besser?

Für die Regelung ist Modbus TCP klar vorzuziehen: Die Werte kommen sekündlich und ohne Internet aus dem lokalen Netz. Die FusionSolar-Cloud-API liefert Daten deutlich träger und setzt eine funktionierende Internetverbindung voraus – sie ist die Notlösung, wenn kein lokaler Zugriff auf den Wechselrichter möglich ist.

Huawei-Anlage anbinden

Neben Huawei unterstützt der Solarmanager SMA sowie Fronius, SolarEdge und Kostal über SunSpec.